Die Etappe, Schritt für Schritt
Aufbruch in Muxía und der erste Anstieg
Die ersten Kilometer führen von Muxía über Wege und Pisten, die bald an Höhe gewinnen. Zwischen Kilometer 2 und 7,3 bewältigst du 249 m Aufstieg bei einer durchschnittlichen Steigung von 4,7 %. Geh es deshalb von Anfang an ruhig an.
Abstieg zur Küste und nach Lires
Auf den Anstieg folgt zwischen Kilometer 7,3 und 11,5 ein Abstieg von 141 m. Der Weg wechselt zwischen Wald, felsigen Pisten und kleinen Straßen, während du dich Lires näherst – dem einzigen Zwischenstopp der gesamten Etappe mit nennenswerter Versorgung.
Lires und der anschließende Anstieg
Lires liegt etwa in der Mitte der Etappe und bietet mit der Kirche Santo Estevo und der Pensión As Eiras wichtige Anhaltspunkte. Sobald du den Ort hinter dir lässt, wird das Profil wieder anspruchsvoller: Zwischen Kilometer 16,3 und 18,5 musst du 97 m aufsteigen.
Ankunft in Fisterra und der Weg zum Leuchtturm
Der letzte Teil umfasst einen weiteren Anstieg zwischen Kilometer 21 und 23,8 mit 92 m Höhenunterschied sowie einen Abstieg von 108 m bis Kilometer 26,3. Nach den letzten Küstenorten erreichst du Fisterra, doch bis zum Leuchtturm wartet noch ein Gegenanstieg mit den Klippen an deiner Seite.
Sehenswertes auf Etappe 4
Kirche Santo Estevo de Lires
Die Pfarrkirche von Lires ist ein Bau aus dem 17. Jahrhundert, der eine ältere Kirche ersetzen sollte, die näher an der Flussmündung stand und unter Überschwemmungen litt. Sie liegt an einem häufig genutzten Rastpunkt der Strecke, in ihrer Nähe gibt es Versorgung und Unterkünfte.
Monte Facho
Der Berg erhebt sich direkt oberhalb des Leuchtturms und ist ein optionaler Abschluss für alle, die noch Kraft in den Beinen haben: Ein etwas mehr als halbstündiger Pfad führt hinauf und bietet den Blick auf das gesamte Kap von oben. Der Name geht auf die fachos zurück, die Feuer, die hier entzündet wurden, um Schiffe vor den Gefahren der Costa da Morte zu warnen.
Faro de Fisterra
Der historische Leuchtturm wurde 1853 erbaut und besitzt einen 17 m hohen achteckigen Turm. Er steht auf einem Kap mit steilen Klippen, an einem Ort, der jahrhundertelang als westliches Ende der bekannten Welt galt.
Kirche Santa María das Areas
Dieser Bau aus dem 12. Jahrhundert mit späteren Veränderungen steht in Fisterra am Weg hinauf zum Leuchtturm. Im Inneren wird das Bildnis des Santo Cristo da Barba Dourada aufbewahrt, das von den Seeleuten der Gegend besonders verehrt wird.
Gotisches Kreuz von Santa María das Areas
Neben der Kirche steht ein gotisches Kreuz aus dem 15. Jahrhundert mit gleich langen Armen, eines der ältesten erhaltenen Kreuze Galiciens. Neben dem Leuchtturm wird es leicht übersehen, aber die kurze Pause zum Anschauen lohnt sich.
Wo du in Fisterra übernachten kannst
Muxía bietet zahlreiche Möglichkeiten für den Start, darunter den Albergue de Peregrinos de Muxía, Albergue Bela Muxía, Albergue Arribada, Albergue Muxía Mare, Albergue Muxía und Albergue da Costa. Auf halber Strecke kannst du in Lires in der Pensión As Eiras übernachten, wenn du die Etappe lieber auf zwei Tage verteilst. In Fisterra findest du den Albergue de Peregrinos de Fisterra, das Hostel Albergue Oceanus, den Albergue Cabo da Vila, den Albergue Mar de Rostro und den Albergue de Sonia Buen Camino. Im August solltest du reservieren.
Wo du essen und Kraft tanken kannst
Muxía ist der beste Ort, um vor dem Aufbruch zu frühstücken und Essen einzukaufen: Sondemar, O Cornecho, A Casa do Peixe, Bar Restaurante El Riojano, D'Álvaro, As Baleas, A Furna und Praia das Lanchas sowie Froiz und Casa Cuíñas. Lires ist der einzige Zwischenstopp mit Versorgung. Verlass dich nicht darauf, in den folgenden kleinen Orten etwas Geöffnetes zu finden. In Fisterra kannst du La Frontera, A Galeria Bibliotaberna oder Cafe Bar Canario aufsuchen und bei Covirán, Familia, Froiz oder Claudio einkaufen.
Praktische Tipps für diese Etappe
Verlasse Muxía mit Wasser
Die Quelle von Chorente liegt am Anfang der Strecke, danach ist das Nachfüllen weniger bequem. Fülle deine Flasche in Muxía und warte nicht, bis du Durst bekommst, bevor du nach der nächsten Möglichkeit suchst.
Lires ist dein bester Plan B
Lires liegt ungefähr auf halber Strecke und bietet Versorgung und Unterkunft. Wenn deine Kräfte nachlassen, ist der Ort ein sinnvoller Zwischenstopp. Wenn du bis Fisterra weitergehst, solltest du genügend Zeit für den letzten Abschnitt einplanen und nicht unter Zeitdruck geraten.
Schütze dich vor dem Wetter
An der Costa da Morte können auch im Sommer Nebel, starker Wind und Regen aufziehen. Nimm eine Regenjacke und etwas Warmes mit, selbst wenn der Start bei klarem Wetter erfolgt.
Respektiere die Klippen
Der letzte Abschnitt führt durch ausgesetzte Bereiche und bietet wenig Schatten. Geh nicht an den Rand, verlasse den markierten Weg nicht und sei bei Nebel oder nassem Untergrund besonders vorsichtig.
Häufige Fragen zur Etappe 4
Wie lange braucht man von Muxía nach Fisterra?
Es sind 29 km, die geschätzte durchschnittliche Gehzeit beträgt 6,4 Stunden. Die Entfernung ist gut machbar, aber die ständigen An- und Abstiege sowie das Gelände an der Küste können den Wandertag leicht verlängern.
Wo sollte man auf halber Strecke pausieren?
Lires ist der eindeutigste Zwischenstopp. Dort kannst du dich ausruhen, essen und bei Bedarf in der Pensión As Eiras übernachten, bevor du die zweite Hälfte nach Fisterra in Angriff nimmst.
Welcher Anstieg ist der anspruchsvollste?
Der erste Anstieg umfasst zwischen Kilometer 2 und 7,3 insgesamt 249 m bei einer durchschnittlichen Steigung von 4,7 %. Danach folgen weitere Gegenanstiege. Deshalb solltest du beim Aufbruch in Muxía nicht alle Kräfte verbrauchen.
Endet die Etappe am Leuchtturm?
Das Etappenziel ist Fisterra, aber die Strecke endet eigentlich erst am Leuchtturm, etwa drei Kilometer hinter dem Ort. Unterwegs kannst du die Kirche Santa María das Areas und ihr gotisches Kreuz aus dem 15. Jahrhundert besichtigen.