Die Etappe, Schritt für Schritt
Von Pontevedra zum ersten Anstieg
Verlass Pontevedra mit genügend Zeit, um die Iglesia de la Virgen Peregrina zu besichtigen und Wasser sowie Proviant zu besorgen. Zwischen km 4 und 7,3 steigt der Weg zunächst um 103 m an, bevor er bis etwa km 11 wieder abfällt und der ernstere Teil beginnt.
Combarro und die Küste von Poio
Combarro ist der deutlichste Ort in der Mitte der Etappe. Seine Hórreos, Cruceiros und Granitgassen bilden einen starken Kontrast zu den Wäldern am Ende. Das Monasterio de San Juan de Poio ist außerdem ein wichtiger kultureller Bezugspunkt an diesem Küstenabschnitt.
Der Anstieg nach O Salnés
Ab der Streckenmitte verändert sich der Charakter des Weges: Es folgen Erd- und Steinpfade, Mauern, Bäche und galicischer Wald. Zwischen km 12,5 und 19,3 kommen 405 m Aufstieg bei durchschnittlich 6 % zusammen. Teile dir deine Kräfte gut ein und übertreibe es nicht mit dem Tempo.
Die letzten Kilometer bis Armenteira
Nach dem Anstieg geht es zwischen km 19,3 und 22,4 mit 162 m Höhenunterschied bergab. Täler, alte Mühlen und das allgegenwärtige Wasser begleiten dich bis nach Armenteira, wo das Kloster ein Ziel mit weit mehr Bedeutung als nur das Ende der Etappe bildet.
Sehenswertes auf Etappe 1
Iglesia de la Virgen Peregrina
Die Kirche liegt in Pontevedra und lohnt sich unbedingt für einen Besuch vor dem Aufbruch. Es handelt sich um eine spätneoklassizistische Kirche mit barocken Elementen, deren Bau 1778 begann und deren Grundriss an eine Jakobsmuschel erinnert.
Combarro: Hórreos und Cruceiros
Combarro bewahrt ein kunsthistorisch bedeutendes Granitensemble direkt an der Küste. Die Hórreos stehen auf Pfeilern am Meeresrand, während die Cruceiros auf Plätzen und an den Ecken des Dorfes zu sehen sind.
Monasterio de San Juan de Poio
Das Benediktinerkloster besitzt eine barocke Kirche aus dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert sowie zwei Kreuzgänge. Es ist ein guter kultureller Zwischenstopp, bevor die Strecke waldreicher wird.
Monasterio de Santa María de Armenteira
Die Zisterzienserkirche wurde zwischen 1162 und 1212 errichtet und bewahrt eine schlichte Architektur mit drei Schiffen und dreiteiligem Chor. Seit 1989 beherbergt sie eine weibliche Zisterziensergemeinschaft.
Wo du in Armenteira übernachten kannst
In Pontevedra findest du mehrere Möglichkeiten und kannst deinen Schlafplatz frühzeitig sichern, darunter Albergue de Peregrinos de Pontevedra, Aloxa albergue, Albergue Nacama und Acolá Hostel. Weiter auf der Strecke liegt Albergue Hostel Nuestra Señora del Camino und am Ziel Albergue de Armenteira. Fast alles konzentriert sich auf Pontevedra: Sobald du die Stadt verlässt, sind die Betten schnell gezählt. Wenn du in Armenteira schlafen möchtest, solltest du deinen Platz vor dem Aufstieg sichern.
Wo du essen und Kraft tanken kannst
Pontevedra ist der beste Ort, um vor dem Aufbruch zu essen und Proviant einzukaufen. Zur Auswahl stehen A Casa de Pedra, Casa BereBeres, Peregrinus, Rincón Peregrino und Cafés wie Café Bar La Catedral. Nach Combarro wird das Angebot deutlich dünner; bis Armenteira solltest du nicht mit einer durchgehenden Reihe von Bars rechnen. Nimm Wasser und etwas zu essen mit, besonders wenn du den Anstieg langsam angehen möchtest.
Praktische Tipps für diese Etappe
Füll deine Flasche vor dem Verlassen Combarros
Die letzten Stellen, an denen du ohne große Suche Wasser nachfüllen kannst, liegen in Pontevedra, Poio und Combarro. Danach gibt es weniger Versorgungsmöglichkeiten. Nimm deshalb genügend Wasser für den langen Anstieg nach Armenteira mit.
Nimm den mittleren Anstieg ernst
Zwischen km 12,5 und 19,3 steigst du 405 m bei durchschnittlich 6 % Steigung. Das ist kein kurzer Anstieg, sondern ein langer, gleichmäßiger Aufstieg, der anstrengend wird, wenn du ohne Reserven ankommst.
Brich früh auf
Bei einer durchschnittlichen Dauer von 5,2 Stunden und dem in der zweiten Hälfte konzentrierten Höhenunterschied verschafft dir ein Start zwischen 7 und 8 Uhr mehr Spielraum. Im Sommer wirst du außerdem froh über den Schatten im Wald sein.
Schütze deine Haut im ersten Abschnitt
Die Küstenzone von Combarro ist stärker der Sonne ausgesetzt, während der letzte Anstieg durch den Wald führt. Nimm eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz mit, auch wenn die Wettervorhersage nicht besonders heiß wirkt.
Häufige Fragen zur Etappe 1
Ist dies die schwierigste Etappe der Variante Espiritual?
Ja. Von diesen vier Etappen weist sie mit 519 m auf 23,2 km den größten Aufstieg auf. Die durchschnittliche Dauer beträgt 5,2 Stunden, und der höchste Punkt liegt auf 421 m.
Wo liegt der anspruchsvollste Anstieg?
Zwischen km 12,5 und 19,3 liegen 405 m positiver Höhenunterschied bei einer durchschnittlichen Steigung von 6 %. Für diesen Abschnitt solltest du dir deine Kräfte von Beginn an einteilen.
Gibt es unterwegs Versorgungseinrichtungen?
Pontevedra bietet die meisten Möglichkeiten. In Combarro kannst du vor dem Anstieg noch einmal Pause machen, danach werden die Angebote bis Armenteira knapp. Brich daher nicht ohne Wasser und Proviant auf.
Wo kann ich am Ende schlafen?
Am Ziel gibt es Albergue de Armenteira. Vor dem Ziel liegt außerdem Albergue Hostel Nuestra Señora del Camino, während Pontevedra deutlich mehr Übernachtungsmöglichkeiten bietet.