Die Etappe, Schritt für Schritt
Somport und der Beginn des Abstiegs
Du verlässt Somport in offenem, bergigem Gelände. Das Hospital de Santa Cristina ist der erste historische Bezugspunkt, heute jedoch eine archäologische Ruine ohne aktuelle Versorgung. Am Anfang kommst du an der Fuente Usla vorbei. Spare dort nicht an Wasser in der Annahme, das Hospital diene als Schutzhütte.
Auf dem Weg nach Canfranc-Estación und Canfranc
Der Weg verliert auf dem Weg nach Canfranc-Estación und Canfranc an Höhe. Noch vor diesem Bereich liegt die Fuente del Burro. Dort findest du Möglichkeiten für eine Pause, etwa cafe de Lolita, Asador la Brasa oder Restaurante L'Anglassé. Zwischen km 8 und 8,9 folgt ein kurzer, aber intensiver Abstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 9,2 %.
Villanúa und das Aragón-Tal
Nach Canfranc führt der Weg weiter nach Villanúa, ungefähr zur Hälfte der Etappe. Dort findest du Unterkünfte und etwas zu essen; trotzdem solltest du nicht jeden Halt zum Anlass nehmen, den Tag unnötig zu verlängern. Zwischen km 18 und 19,1 wartet ein Anstieg von 58 m, bevor es wieder bergab geht.
Castiello de Jaca und der Eintritt nach Jaca
Du passierst Castiello de Jaca und gehst den letzten Abschnitt an. Zwischen km 21,5 und 28,1 geht es erneut 151 m bergab. Kurz vor Jaca kommst du am Banco de la Salud vorbei, einem Wasserpunkt direkt am Weg. Der Zieleinlauf ist nicht völlig eben: Zwischen km 28,1 und 29,1 liegen noch 44 m Anstieg, bevor du Jaca erreichst.
Sehenswertes auf Etappe 1
Hospital de Santa Cristina de Somport
Das mittelalterliche Kloster wurde Ende des 11. Jahrhunderts gegründet, um Pilger zu versorgen. Der Codex Calixtinus zählte es zu den drei wichtigsten Hospitälern der christlichen Welt. Heute solltest du es als archäologische Anlage betrachten und dort keine Versorgung suchen.
Canfranc
Canfranc entstand Mitte des 11. Jahrhunderts als Grenzort an der französischen Jakobsroute. Der Weg durch die beiden Ortsteile Canfranc-Estación und Canfranc markiert den Übergang von der alpinen Landschaft Somports ins Aragón-Tal.
Catedral de San Pedro de Jaca
Der Bau der Kathedrale begann 1077. Sie gilt als erste romanische Kathedrale Spaniens. Besonders sehenswert sind das Portal, der Kreuzgang und das Museo Diocesano de Arte Románico, vor allem wenn du am Nachmittag noch Zeit hast.
Ciudadela de Jaca
Diese fünfeckige Festung wurde 1592 unter Felipe II. errichtet. Sie ist eine der am besten erhaltenen vollständigen Festungen dieser Art in Europa und beherbergt ein Museum für militärische Miniaturen mit mehr als 35.000 Figuren.
Wo du in Jaca übernachten kannst
Wenn du die Etappe teilen möchtest, findest du fast alle Möglichkeiten auf der Achse Canfranc–Villanúa: das Albergue Río Aragón in Canfranc-Estación und etwas weiter das Albergue-Refugio Sargantana; in Villanúa gibt es das Albergue Villanúa, das Albergue Triton und das Albergue Juvenil Don Bosco. Am Etappenende in Jaca liegt das Albergue de Peregrinos del Camino de Santiago. Denk daran, dass dieses Tal auch viele Menschen anzieht, die nicht pilgern: In der Schneesaison und an langen Wochenenden solltest du reservieren.
Wo du essen und Kraft tanken kannst
Die erste gute Gelegenheit, dich hinzusetzen, hast du in Canfranc-Estación: cafe de Lolita für einen schnellen Kaffee oder Asador la Brasa, Restaurante L'Anglassé und Bar Restaurante Aranones für eine richtige Mahlzeit. In Villanúa, etwa zur Hälfte der Etappe, gibt es außerdem Monte Lierde, Bar - Restaurante La Estrella und Hotel Reno sowie das Supermercado Alto Aragón zum Auffüllen des Rucksacks. Zwischen den Orten findest du nichts. Iss also, wenn sich die Gelegenheit bietet, und nicht erst, wenn der Hunger kommt. In Jaca am Etappenende bekommst du alles Nötige, etwa bei Eroski City, Dia oder Mercadona für den nächsten Tag.
Praktische Tipps für diese Etappe
Starte gut vorbereitet in Somport
Das Hospital de Santa Cristina bietet heute keine Versorgung. Nimm Wasser, Proviant für unterwegs und eine wasserdichte Schicht mit: Im oberen Bereich kann das Wetter schnell umschlagen, und besonders zwischen Dezember und März sind Schnee und Eis möglich.
Schone deine Knie
Die Etappe summiert sich auf 968 m Abstieg. Wanderstöcke helfen besonders bei den Abstiegen von km 9,2 bis 14,6 und von km 21,5 bis 28,1. Starte nicht zu schnell, auch wenn die Landschaft dazu einlädt.
Nutze Canfranc zum Auffüllen
In der Umgebung von Canfranc kannst du an der Fuente del Burro die Flasche auffüllen und bei Aliprox oder Alcampo einkaufen. Außerdem kannst du dich in einem der Bars hinsetzen. Nach Villanúa werden die Möglichkeiten bis Jaca deutlich weniger. Erledige dort also, was dir noch fehlt.
Informiere dich im Winter über die Berglage
Somport ist ein ausgesetztes Gebiet, und Schnee kann den Schwierigkeitsgrad völlig verändern. Prüfe vor dem Aufbruch die Wetterlage und nimm zwischen Dezember und März geeignete Ausrüstung mit.
Häufige Fragen zur Etappe 1
Wie lange braucht man von Somport nach Jaca?
Für die 29,6 km werden durchschnittlich 6,6 Stunden angegeben. Der anhaltende Abstieg und das bergige Gelände können dazu führen, dass eher deine Knie als die Entfernung das Tempo bestimmen.
Wo kann ich zum Essen anhalten?
Am bequemsten hältst du in Canfranc-Estación und Canfranc, etwa bei Asador la Brasa, Restaurante L'Anglassé oder Bar Restaurante Aranones. In Villanúa gibt es vor dem letzten Abschnitt eine weitere Möglichkeit.
Gibt es vor Jaca noch einen nennenswerten Anstieg?
Ja. Obwohl die Etappe eindeutig abwärts führt, liegen zwischen km 28,1 und 29,1 noch 44 m Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 4,2 %.